Biketour: Korsika

Alpenpässe, Wasserfälle, Bergsehen, Canyons, Meer und eine Insel: Die Biketour nach Korsika zählt zu meinen vielseitigsten und landschaftlich interessantesten Touren. Gemeinsam mit meinem Spezl Ben war ich zehn Tage in fünf Ländern und insgesamt 2961 Kilometer unterwegs. Unser Ziel war der Weg und Bonifacio die Stadt an der Südspitze Korsikas.

Mit diesen Bildern möchte ich meine Eindrücke teilen und auch den Streckenverlauf inklusive GPS-Daten Euch zur Verfügung stellen. Vielleicht wollt ihr mal eine ähnliche Tour fahren. Falls Ihr Fragen zur Tour habe, kontaktiert mich per eMail oder nutzt die Kommentarfunktion.

Die Route

Hier findet Ihr die GPS-Streckendaten von jedem Tag der Tour. Die Daten liegen im KML-Format vor und lassen sich gut mit Google Earth und Maps darstellen, sowie für Navigationsgeräte umwandeln. Viel Spaß!

Tag 1

Die erste Etappe führte von München nach Sankt Moritz. Zügig ging es die ersten Kilometer auf der Autobahn 95 nach Garmisch-Partenkirchen und anschließend über den Fernpaß an der Zugspitze vorbei nach Österreich. Weiter gings im Oberinntal zum Reschensee mit der Kirche im See. Das Highlight des Tages war das 2757 Meter hohe Stilfser Joch mit seinen 42 Spitzkehren. In der Steueroase Livigno wurde günstig getankt und nach circa 350 Kilometer endet der Tag in Sankt Moritz.

Tag 2

Am zweiten Tag traf ich endlich auf Ben, der mit dem Autozug von Lörrach kam. Zuvor fuhr ich aber noch meinen Lieblingspass in der Schweiz, den Maloja Pass. Über den Splügenpass ging es wieder über die Grenze in die Schweiz. Der Oberalppass kurz vor Andermatt war der letzte Pass, den ich allein fahre. An der Teufelsbrücke traf ich auf Ben. Zu zweit passierten wir den beeindruckenden Grimselpass und -See. Interlaken war unser Tagsziel.

Tag 3

Die dritte Etappe führte entlang dem Nordrand der Alpen auf einer moderaten Strecke durch die schöne Schweizer Landschaft. Zwei Pause am Arnsee und Stausee Lac d’ Emosson brachten Enspannung. Highlights des waren der Col de la Forclaz und Chamonix Mont Blanc. In Saint-Gervais-les-Bains übernachteten wir in einer kleinen Pension mit Blick auf den höchsten Berg Europas.

Tag 4

Der vierte Tag brachte uns in die französischen Seealpen mit dem bekannten und 2770 Meter hohen Col de L´Iseran. Außerdem führte uns die Strecke an drei großen See vorbei:
Seen Lac de Roselend, Lac du Chevril und Lac du Mont Cenis. Unser Ziel: Das abgelegenen aber sehr gastliche und familiär geführte Hotel 5 Saisons ist ein echter Geheimtipp.

Tag 5

Bevor die Seealpen in Richtung Küste verlassen passierten wir noch den Col de Vars und den Col d´Allos sowie den Lac de Castillon. Das Highlight des Tages und vielleicht der ganzen Tour war der Canyon du Verdon. Auf der Panoramstraße gbt es viele Aussichtspunkte und man kommt beim Fahren ganz nah an den Abgrund. Leider blieb uns keine Zeit, um am Ausgang des Canyons in den Lac de Sainte-Croix zu springen, da wir 19 Uhr eine Verabredung im Hafen von Toulon hatten.

Tag 6

Die alte Fähre von Toulon nach Bastia hat den Charme einer kleinen Kreuzfahrt: Sonnenuntergang auf Deck, Essen im Restaurant und ein kurzer Schlaf in der Kabine. Sechs Uhr morgens saßen wir schon wieder auf den Bikes. Auf den kurvigen Küstenstraße im Westen der Insel führen wir nach Süden. Unzählige Kurfen, rauher Asphalt, taumhafte Buchten mit Yachten, dichter Wald und wunderschöne Felsen waren unsere Eindrücke. Erst am Abend erreichen wir unser Tourziel – die Stadt Bonifacio an der Südspitze Korsikas.

Tag 7

Am siebten Tag gönnten wir uns einen halben Tag Pause vom Fahren, um die Steilküste von Bonifacio zu erkunden. Die Rückfahrt nach Bastia auf der Ostseite der Insel gelang uns recht zügig, so blieb noch Zeit zum Baden und Motorradwaschen. Abends befuhren wir die Fähre Bastia – Savona. Das alte Schiff mit Sonnendeck und Pool erzeugte Partystimmung rundete den Abend ab.

Tag 8

Die achte Etappe von Savona durch die italienische Tiefebene nach Lugano war wenig spektakulär. Das Tagesziel Lugano und der schöne Luganer See konnten die Rückreisestimmung jedoch etwas aufhellen.

Tag 9

Der neunte Tag der Tour führte uns zurück in die Alpen. Tages-Highlights waren der Comersee, Silvaplanse und Lago Bianco. Wie auf dem Hinweg passierten wir in der Schweiz Sankt Moritz. Über den Bernina Paß, Livigno und den Ofenpaß erreichten wir Italien und erreichten am Abend Meran. Das wunderschöne Schloßhotel Castel Pienzenau hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Tag 10

Die letzte Etappe führte uns über das Timmelsjoch nach Österrech und auf dem kurvigen Kühtai und Seefeld nach Deutschland. Hier began es nun das erste Mal auf unserer Tour zu regnen und hörte auch in München erst wieder auf.

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Markus.Mopped

Danke für deinen Bericht!

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